Bezirksverband der Kleingärtner
 Berlin-Steglitz e.V.
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Die Entwicklung des Kleingartenwesens

Kleingärten in der heutigen Zeit-, die Vorstellungen gehen heute von ganz anderen Gedanken aus als die damaligen. Heute - Zierrasen nach englischen Vorbild oder ökologischen Gesichtspunkten, Hollywoodschaukel, Grillplatz, um es schnell auf einen Nenner zu bringen: Wochenenderholung mit Beine hochlegen, sich in der Sonne schmoren lassen, oder “Familiezusammenführung am Wochenende, Kaffee trinken im Grünen“, dies und das, es lassen sich die Aufzählungen x-beliebig fortsetzen. Sicher ist die Darstellung ein kleinwenig überspitzt, aber wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte. Dass dieses vor 84 Jahren nicht so war, können sich nur wenige von uns gar nicht oder nur schwer vorstellen. Der Werdegang der Kleingartenbewegung hatte so manche Hürde zu nehmen.

Schauen wir erst einmal zurück, dort wo unsere Geburtswiege stand. Was hat dazu geführt, es zu solch einer geordneten Organisation von Kleingärtnern/ Laubenpiepern zu bringen. Schuld war eigentlich die zunehmende Verarmung der Bürger um die Jahrhundertwende in den Städten. Durch die Zunahme der Industrialisierung, die Zuwanderung der Menschen in die Städte und dadurch bedingter Wohnraumbedarf, der bezahlbar war. Der Hunger plagte die Menschen. Die Familien waren an Personenzahl größer,

 6 bis 12 lebten in einem Haushalt und nicht wie heute 2 bis 4 Personen. Die Armen in der Bevölkerung wurden von der städtischen Verwaltung (Armenverwaltung) erfasst. Die sozialen Gaben waren gering. So kam man auf die Idee, zuverlässigen „Hilfsbedürftigen“ ein Stück Land zur Selbstbewirtschaftung zu überlassen. So konnten sie zur Selbsternährung der Familie beitragen, wie durch Anbau von Kartoffeln und Gemüse. Es entstanden somit die Armengärten mit strengen Auflagen für die Hilfsbedürftigen. Rechte für die Hilfsbedürftigen gab es nicht. Es gab keine Verträge im heutigen Sinne,

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